SAP Business One

Unter den genannten Namen SAP Business One vertreibt der größte europäische und weltweit viertgrößte ERP Software Hersteller aus Walldorf, die SAP AG, ein ERP System für kleine bis mittlere Unternehmen mit 1-100 Mitarbeitern, welche sich in einer durchschnittlichen Preiskategorie von 2500-50000 Euro wiederfindet.

Der ERP Systemhersteller, welcher im Jahr 1972 von den fünf ehemaligen IBM Mitarbeitern Wellenreuther, Hector, Tschira, Hopp und Plattner unter dem Namen Systemanalyse und Programmentwicklung GbR gegründet worden ist, hat zu Beginn die flexibel, anpassbare Standardsoftware mit dem Namen SAP R bzw. R/2 entwickelt. Der Buchstabe „R“ steht dabei für Realtime. Im Jahr 1991 folgte das Nachfolgeprodukt, basierend auf dem Server-Client-Prinzip namens R/3, das bis 2007 als mySAP ERP bezeichnet wurde und nun SAP ERP lautet. Das ERP System ist dabei Hauptbestandteil der Business Suite, eine Produktpalette bestehend aus zahlreichen Produkten wie Enterprise Resource Planing (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Supply Chain Management (SCM), Supplier Relationship Management (SRM) und Produkt Lifecycle Management (PLM).

SAP Business One Einführung

Im Jahr 2002 hat der ERP Softwarehersteller SAP Business One, welches auf TopManage basiert eingeführt und seitdem ständig weiterentwickelt. Bestehend aus zahlreichen Funktionen und Modulen wie Buchhaltung, Customer Relationship Management und Lagerverwaltung kann es durch eine Vielzahl von Addons, welche vom Hersteller selbst (z.B. Elster oder Datev Schnittstelle) oder von Drittunternehmen wie maringo oder coresystems hergestellt werden, an zahlreichen Anforderungen von klein und mittelständischen Unternehmen angepasst werden.

ERP Software Markt

Seit 2002 tritt der ERP Softwarehersteller nun verstärkt in Konkurrenz zu mittelständischen ERP Software Anbietern und somit in den starkt fragmentierten ERP Mittelstand Softwaremarkt, welcher sich durch eine ausgewählte Anzahl an globalen Softwareherstellern und zahlreichen, hochspezialisierten Softwareanbietern auszeichnet. Namentlich sind diese u.a. Sage KHK, Microsoft Dynamics Navision, Abas, Infor, Ascara, Plex, ConAktiv oder auch die Handwerkersoftware von Moser.

Module und Preise

SAP Business One bietet in der Standardvariante eine Reihe von Modulen wie Buchhaltung, Lagerverwaltung und Vertriebsmanagement. Zusätzlich stehen zahlreiche Zusatzlösungen z.B. für Projektmanagement und Produktionsplanung aber auch spezifische Branchenlösungen z.B. für Automobilzulieferer, Großhandel, Maschinenbau  oder Metallbau zur Verfügung. Diese Zusatzlösugen werden teilweise kostenlos von SAP zur Verfügung gestellt  oder durch Drittanbieter verkauft.

Die Lizenzstruktur und –politik ist im Business One Bereich sehr transparent und einfach. Eine Volllizenz kostet 2500 Euro, eine eingeschränkte Lizenz ist für die Hälfte des Preises verfügbar. Addons kosten je nach Hersteller zwischen hundert und einigen tausenden Euros. Ein kostengünstiges Addon ist z.B. der Coresuite Layout Designer, hochpreisigere Add Ons sind z.B. die Webshop Anbindungen und ein sehr teures Addon ist die Zusatzlösung Electronic Data Interchange (EDI), das den elektronischen Datenaustausch zwischen zwei oder mehreren Organisationen ermöglichen und somit u.a. doppelte Dateneingabe verhindern soll.

Fazit

Die ERP Systeme vom Walldorfer Softwarehersteller  werden von über 100.000 Kunden und über 12 Millionen Anwendern verwendet. Mit dem Ruf nur für große Unternehmen geeignet zu sein, bietet der Walldorfer Konzern nun seit 2002 ein ERP System für kleine Unternehmen.

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